Ein Jahresrückblick ….

Fotocommunitys gibt es viele und für jeden Geschmack. Auffällig ist, dass mir überall immer wieder die gleichen Fotografen über den Weg laufen … und zwar ausschließlich Fotografen ! Da gehst du täglich online um Kommentare schreiben bis die Finger glühen – andere zu beweihräuchern und Bilder zu liken bis der Arzt kommt. Ansonsten: KEINE CHANCE … Mein Problem dabei: Man soll es nicht glauben, aber ich habe noch ein Leben außerhalb der virtuellen Welt. Ich kann nicht jeden Tag stundenlang vor dem Rechner sitzen und hauptberuflich die Bilder anderer beurteilen, so gerne ich es auch täte ….

Nicht so bei  Instagram. Es ist angenehm anders. Ich liebe den Kontakt zu anderen Fotografen, mag es mich von deren Bildern inspirieren zu lassen und freue mich über neue Bekanntschaften – keine Frage. Aber in einer“normalen“ Community sehen eben immer nur andere Fotografen deine Bilder. Bei Instagram werden die Bilder einem sehr viel breiterem Publikum zugänglich gemacht. Hier sieht auch der Currybudenbesitzer um die Ecke mal, was du so machst. Stutenbissigkeit gibt`s hier genausowenig wie abgesprochene Votings unter ein paar selbsternannten Elitejuroren aus dem Userbrei. Tatsächlich herrscht bei Instagram ein sehr freundlicher Umgangton und ich konnte dort schon Fotografen kennenlernen (und damit meine ich im realen Leben) die ich sehr schätze. Es kamen wunderbare Fototouren über diese Kontakte zustande und  sogar Freundschaften sind entstanden. Was will man mehr ?

Besonders nett finde ich die Möglichkeit auf sogenannten Hubs gefeatured zu werden. Das hat mir schon den ein oder anderen neuen und treuen Follower beschert. Die Ansprüche sind zwar meist hoch, aber nicht unerreichbar. Meine Beobachtung zeigt, dass niedliche Tierbilder und Naturfotografien besonders hoch im Kurs liegen. Aber es gibt für jedes erdenkliche Genre den geeigneten Hub … HDR, Nachtaufnahmen, Langzeitbelichtungen, Wildlife, Portrait … was das Herz begehrt. Als Fotograf muss man lediglich seine Bilder mit den dazugehörigen Hashtags versehen und mit etwas Glück ist man schon bald dabei.

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten – ganz klar. Geradezu lächerlich und gerne praktiziert ist dieses Follow-for-Follow Gehabe. Wenn dir also einer folgt … und du folgst nicht zurück …. dann entfolgt er dich wieder. Was ist das für ein Kindergarten ? Dann gibt es natürlich noch die Herrschaften, die sich Likes und Follower kaufen – auch irgendwie peinlich. Also wenn jemand 12.846 Follower hat und die Bilder dieses Accounts durchschnittlich nur 134 likes …. hmmm … da blubbern in meinen Hirnwindungen komische Gedankengänge. Ebenfalls amüsant diese automatisierte „Awesome shot“ Kommentare etc … auch wenn du die Todesanzeige deiner Großmutter posten würdest …. 

Naja … schwarze Schafe gibt es überall. Trotzdem finde ich Instagram eine runde Sache um seine Bilder bekannter zu machen und nette Kontakt zu knüpfen. Inspirationen gibt es für mich als Sahnehäubchen mehr als ich jemals umsetzen könnte. Und außerdem erspart dir Instragram im Wartezimmer als Frau die „Auto-Motor-Sport“  

Zum Schluß noch ein nettes Feature zum fotografischen Jahresende. Es hat sich bei Insta so eingebürgert im neuen Jahr die Best-of Statistik des vorangegangenen Jahres zu posten. Eine sehr schöne Tradition, die auch hilft die Entwicklung des eigenen Accounts besser bewerten zu können.  HIER kannst du dir die TOP 9 App downloaden, die dir deine 9 meistfavorisierten Fotografien aus Instagram vom vorangegangenen Jahr ausspuckt. Aber das macht natürlich nur Sinn, wenn deine Follower und Likes echt sind 😉

Das Ganze sieht dann SO aus:

 

 

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