Saftige Rosinen aus dem Dörrautomaten

Rosinen aus eigener Herstellung

Du kennst sie vielleicht – diese gaumenunfreundlichen Trauben aus Omas Garten. Solche mit dicker Schale und so sauer, dass es dir die Mundschleimhaut zusammenziehen. Und weil Oma ihre Trauben seit 20 Jahren an der Pergola züchtet, weiß sie auch dieses Jahr wieder nicht wohin damit und vererbt dir huldvolle 10 kg. 

Im Normalfall probierst du die Trauben, findest sie grauenhaft und lagerst sie vorerst im Kühlschrank bis sie vor sich hingammeln. Sofort wegwerfen geht aber auch nicht, denn Oma fragt natürlich jeden Tag ob du noch welche haben möchtest und ob sie dir geschmeckt haben. Doch es gibt einen Weg aus dem Dilemma: Bevor die Trauben in 3 Wochen auf dem Komposter oder in der Biotonne landen – mach` einfach Rosinen aus ihnen.

Trauben aus dem Garten

Auch Vögel und Eichhörnchen freuen sich über den süßen Snack !

Natürlich schmecken Rosinen aus kernlosen Trauben deutlich besser. Für den Eigenbedarf nimmst du also besser eine Sorte ohne Innenleben. Alle anderen Sorten kannst du als Futtermittel zum Beispiel für Vögel und Eichhörnchen verwenden. In einem luftdichten Behälter gelagert, halten sie mehrere Monate lang und die Wildtiere erfreuen sich an dem gesunden Snack.

Rosinen aus kernlosen Trauben kannst du prima unters Müsli oder in einen leckeren Kuchen mischen. Auch in Rum eingelegt sind die Trockenfrüchte eine echte Gaumenfreude und passen hervorragend zu einem leckeren Eisbecher. Und wenn du Oma eine ganz besondere Freude machen möchtest, dann kannst du ihr die „geistreichen“ Trauben auch in einem nett verpackten Einmachglas schenken. Da wird sie sich gleich doppelt freuen. Das Rezept dazu findest du am Ende des Beitrags.

Die Herstellung

Die Herstellung von Rosinen ist denkbar einfach, erfordert allerdings ein wenig Zeit. Die Dörrzeit variiert von einigen Stunden im Dörrautomaten bis hin zu mehreren Tagen in der Sommersonne. Du kannst den Prozess etwas beschleunigen, wenn du dir die Mühe machst jede einzelne Traube vor der Trocknung mit einer Nadel anzupiksen. Das Wasser kann in dem Fall schneller entweichen, was die Zeit deutlich herabsetzt. Wie immer gilt: Alle Angaben sind Richtwerte und hängen stark von der Größe der einzelnen Trauben ab. Der Trockenvorgang ist beendet, wenn sich die Früchte zäh und biegsam anfühlen.

5 Kilogramm Trauben ergeben etwa 1 Kilogramm Rosinen.

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Zubereitung im Dörrautomat:

  • die Trauben zunächst waschen und trockentupfen
  • die einzelnen Trauben eventuell anpiksen
  • die Früchte mit Dörrmatten auf die Dörrgitter legen
  • stelle den Dörrautomaten auf 70 Grad ein und trockne die Trauben etwa 10 -12 Stunden
  • danach erfolgt die Kontrolle – eventuell muss nachgetrocknet werden

Ich habe übrigens die schonendere Trocknung bei 50 Grad ausprobiert. Nach ganzen 26 Stunden waren die Rosinen fertig. Daher rate ich zu einer höheren Temperatur, auch wenn dabei einige Vitamine auf der Strecke bleiben. 

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Zubereitung im Backofen:

  • die Trauben auf Backpapier ausbreiten
  • Backofen auf 50 Grad heizen
  • etwa 20 Stunden bei leicht offener Backofentür trocknen

Zum Verschenken: Rum Rosinen

Du benötigst:

  • 250 Gramm Rosinen
  • 1 Gewürznelke
  • 1/2Vanilleschote
  • 0,3 l dunkler Rum (54%)

Gib die Rosinen in ein steriles Einmachglas. Die Vanilleschote aufschlitzen und mit zu den Rosinen geben. Danach füllst du das Einmachglas mit Rum auf und lagerst es etwa 4 Wochen an einem kühlen und dunklen Ort. In der Zeit sind die Rosinen gut durchgezogen und haben einen intensiven Geschmack angenommen. Die eingelegten Früchte sind etwa 1 Jahr haltbar und schmecken gut auf Eis, in Kuchen und Desserts. 

Guten Appetit !

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