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Woche zwei – Begegnungen mit dem Endgegner

Rocket ganz harmlos

Tja, schon ist Fiffis zweite Woche in unserem trauten Heim vorbei. Und die hatte es in sich…

Rocky Rakete wird so langsam selbstbewusst und testet seine Grenzen aus. Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich mir nicht irgendein Welpenerziehungsvideo in YouTube anschaue.

Ich will nicht meckern ! Rocket hat ein absolut liebes Wesen und ist zuweilen ein echter Kampfschmuser. Zudem trainiert er gerne und ist sehr gelehrig. Es versteht sich von selbst, dass ich ihn nicht überfordern möchte, also beschränke ich unsere Trainingseinheiten auf ca. 3 x 10 Minuten am Tag.  Lediglich das Apportiertraining darf gerne etwas länger dauern, weil es einem Spiel gleicht und Rocket manchmal richtig Laune darauf hat.

Lieblingsspielzeug

Doch Rockets Spielverhalten, welches ihm mittags noch belustigende Zweitnamen wie „Schnappi“ oder „Sharky“ verleiht, wird abends zur Belastungsprobe. Nach dem Abendessen steigert sich der kleine Herr in einen irren und nicht mehr kontrollierbaren Spielwahn, der mich eher an die Begegnung mit dem Endgegner aus Level 259 als an einen Sommernachtstraum erinnert.

Wild bellend und knurrend beißt sich die Flitzpiepe in Hosenbeinen, Fingern und allem was ihm so zwischen die Zähne kommt fest und trainiert scheinbar für die Pitbull-Kampfarena. Was sich lustig anhört kann aber ganz schön anstrengend sein und höllisch wehtun. Nachdem ich diese Anfälle drei Tage hilflos ertragen habe, bin ich nun dazu übergegangen ihn laut Hundeschulvideo in dieser Situation einfach anzuleinen. Und tatsächlich: Ignorieren und anleinen erdet die kleine Fellnase nach zwei Minuten wieder – was für ein Glück !

 

Flotter Ritt durch die Gassen ...
... und einparken
Auf der Mauer .. auf der Lauer

Ich mache mir natürlich permanent Gedanken, ob ich Rocket über- oder unterfordere. Doch ehrlich gesagt fällt es mir nicht leicht, mir diese Frage zu beantworten. Ich denke meine Trainingseinheiten in Sachen Gehorsam sind ok und ausreichend. Aber da ist dann noch die Sache mit dem Spazieren: Auf der einen Seite sollen Welpen (gerade die kleinen Rassen) ja nicht so lange laufen, auf der anderen Seite glaube ich einfach, dass er sich mal auspowern will und muss. Das rechte Mittelmaß zu finden fällt mir aufgrund mangelnder Erfahrungen sehr schwer.

"Wer ist hier der Chef ??? "

Nur eines ist mir gestern Abend sonnenklar geworden: Wenn ich ihn fotografieren will, muss ich das vorerst unbedingt alleine, bzw. mit meinen Töchtern tun. Um einer Nachbarin, die selbst gerne fotografiert eine Freude zu machen, hatte ich ihr angeboten, dass sie mitkommen darf. Ich wollte ihr zeigen, welche Kameraeinstellungen ich bei  der Hundefotografie anwende und ihr die Möglichkeit geben, von Rocket ein schönes Portrait in die Kiste zu bekommen. Ich hatte ja keine Ahnung, was sich da im Kopf für ein Schalter umlegen sollte. Der hat SOWAS von aufgedreht – ich war regelrecht erschrocken. Unbändig und wild hat er sich hochgedreht, wie ich es zuvor noch nicht erlebt hatte. Ich fand den Zustand direkt beängstigend. Selbst Anbinden hat nicht geholfen ihn runterzubringen. 

Auf der Parkbank

In meiner Not holte ich die 15m lange Schleppleine und rannte mit ihm in einem Affenzahn zweimal um den Häuserblock.  Danach war Rocket platt und wieder der liebste Hund, den man sich nur vorstellen kann. Zuhause angekommen legte er sich zufrieden auf seine Decke und schlummerte innerhalb kürzester Zeit ein.

Ist er eventuell doch nicht ausgelastet ? Ich weiß es nicht ….

Heute macht mein Killerhund jedenfalls wieder einen auf Schmuseteddy und liegt glücklich glucksend neben mir im Plüschbettchen auf Wolke 7.

Rocky Rakete hat sich eingelebt

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