Bananenchips aus dem Dörrautomaten oder Backofen

Eines vorab: Verabschiede dich bitte von dem Gedanken, dass selbstgedörrte Bananenchips auch nur einen Hauch Ähnlichkeit mit der gekauften Ware haben. Ich liebe Bananenchips und kaufe sie dementsprechend oft. Knackig sind sie, süß und wohlriechend. All das trifft auf die getrocknete Frucht aus dem Dörrautomaten allerdings so nicht zu. Meine getrockneten Bananen waren mir irgendwie viel zu geschmacksintensiv. Nein, nicht lecker intensiv – sondern es hatte eher etwas von überreifer Frucht. Zudem waren die Chips mehr ledrig als cross und auch leider durch den (sparsam) eingesetzten Zitronensaft obendrein noch säuerlich im Abgang. Braun geworden sind sie trotzdem ☹

Mein Hamster & die freilebenden Eichhörnchen lieben sie, Rocket mag sie nicht sonderlich gerne. Allerdings ist mein Wuffel sowieso kein sonderlich großer Fan von Bananen. Insgesamt sind selbstgemachte Bananen für Nager und bananenliebende Hunde sicher ein Leckerbissen und sehr gesund. Für meine Tiere werde ich sie weiterhin herstellen, allerdings ohne Zugabe von Zitronensaft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Tiere von einer leichten Braunfärbung abschrecken lassen. Ich selbst bediene mich aber lieber weiterhin im Supermarktregal.

Frisch aus dem Dörrautomaten

Was ist drin in den Bananenchips ?

Bananen enthalten eine ganze Menge Trauben- und Fruchtzucker. Das schmeckt den Fellnasen natürlich gut und versorgt sie schnell mit Energie. Weiterhin enthalten Bananen reichlich Ballaststoffe und können sich positiv auf die Verdauung auswirken. Wie bei uns Zweibeinern wirken sie auch bei Tieren leicht stopfend und können weichen Stuhlgang lindern. Viele gesunde Vitamine und Mineralstoffe bleiben auch beim Dörrvorgang erhalten und wirken sich positiv auf die Gesundheit unserer Lieblinge aus. So finden sich in Bananen zum Beispiel große Mengen Vitamin B6, welches besonders wichtig für die Funktion des Nervensystems ist. Aber auch Folsäure, Kalium, Kalzium und Magnesium hat die Banane mit an Bord. Rundum also ein gesunder Snack.

Die Herstellung

Um Bananenchips herzustellen verwendest du am besten noch nicht ganz reife Früchte. Nachdem du die Schale entfernt hast, schneidest du die Banane in 2-4 mm dicke Scheiben. Je dicker die Scheiben sind, desto länger brauchen die Bananenstückchen, bis sie durchgetrocknet sind. Da die Scheiben sehr klebrig sind, lege ich im Dörrautomat eine Dörrfolie unter. Von dieser lassen sich die Chips später besser ablösen, als vom blanken Gitter.

Wenn du magst, kannst du ein wenig Zitronensaft auf die Scheiben tupfen. Wie aber bereits erwähnt, hat dies bei mir eine Bräunung nicht verhindert.

Bei der Trockentemperatur scheiden sich die Geister. Viele empfehlen Dörrtemperaturen von 40°C Grad, um so viele Vitamine wie nur möglich zu erhalten. Der Haken bei der Sache ist die extrem lange Dörrzeit.  Bei dieser niedrigen Temperatur benötigen die Chips etwa 24 Stunden bis sie fertig sind. Wählt man stattdessen eine Temperatur von 70°C Grad, verkürzt sich die Zeit auf etwa 10 bis 12 Stunden.

Um die Chips richtig cross zu bekommen, müsste man wohl auch bei 70°C Grad noch 2 oder 3 Stunden länger trocknen, als ich es getan habe. Da hilft einfach nur zwischendrin nachsehen, probieren und notfalls nochmal weitertrocknen.

Die Herstellung im Backofen:

Solltest du keinen Dörrautomaten besitzen, kannst du die Chips auch im Backofen herstellen. Dazu heizt du den Ofen auf 70°C Grad Umluft und lässt die Bananen etwa 9 Stunden trocknen. Einmal je Stunde solltest du die Ofentür öffnen um die Feuchtigkeit entweichen zu lassen. Sind die die Bananenchips noch nicht trocken genug, kannst du die Zeit einfach bis zur gewünschten Konsistenz verlängern.  

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